Archiv der Kategorie 'Orwell war Optimist'

Geschichte wird gemacht!!!

Da bekommt man ja langsam Angst, dass man aufwacht und denkt man wär immer noch in seinem Traum:

Die Fabriken in die Arbeiterhände

(New York – Produktionsmittel in Arbeiterhand – nichts anderes sieht der Plan vor, den die US-Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) mit Chrysler geschlossen hat. Danach könnte die Arbeitnehmervertretung nach der Umstrukturierung des Automobilkonzerns 55 Prozent der Anteile halten. Zudem sei…)

Ich weis nicht, bei den Worten Gewerkschaft und USA muss ich immer an Sopranos und „Last Exit to Brooklyn“ denken. Kräftige Hände haben die Protagonisten ja, aber ob sie die ehrliche Arbeit verrichten über die der DGB immer labert?

Gestern noch hat die Gewerkschaft Lohnkürzungen zugestimmt – aber egal, jetzt ist sie ja voraussichtlich am Profit beteiligt.

Hier gibt es noch nen Gedicht in dem die USA abgefeiert werden.

Und dann merkt man doch beim ganzen Patriotismus und Aufgestehe für die US-Amerikanischen Arbeiter, dass man zumindest noch im Halbschlaf ist.

EMO- nachts um halb fünf

Fliegen. Mücken. Nachtfalter. Das war einmal. Das Einzige was nun noch gefangen wird bin ich. Na ja, ein Teil von mir. Staub. Jeden Tag ein wenig mehr. Er zittert im Luftstrom der meinem Zimmer noch ein wenig Leben einhaucht. Mein Atem ist schon zu schwach, um ihn zum beben zu bringen, die alten dreckigen Reste meiner selbst. Gefangen, indem was sich mal Spinnnetz nannte. Doch als was kann man es nun bezeichnen? Ein Relikt, aus dem Höhlenforscher auf vergangenes Leben schließen können.
Ja Leben gab es mal in ihm: Fliegen, Mücken, Nachtfalter und seine Bewohnerin. Sie musste nichts tun, außer nur da sein und alles kam ihr zugeflogen. Nun ist sie schon lange nicht mehr da und keiner lässt sich mehr blicken. Die Fliegen, die Mücken und die Nachtfalter sie kommen nicht mehr. Ab und an kamen sie noch vorbei, doch sie hatte ihr Nest verlassen und bot ihrer Beute kein Zuhause mehr. Jetzt hängt es da, das alte, verlassene Spinnennetz und der Staub strahlt im Licht der Morgensonne. Früher, ja es gab mal eine Zeit, hat dieser Anblick mein Herz noch mit wärme erfüllt. Tja, manche stehen auf tanzende Tüten im Wind, ich steh auf Spinnennetze in der Morgenröte. Zumindest tat ich das mal.

Hab mich sogar dazu entschieden Kopf und Fußseite bei meinem Bett zu tauschen, da ich lieber die Wand und das Netz anstarre, als das verdammte Bild was schon seit Jahren mir gegenüber hing, wenn ich morgens aufwachte. Ja, dieses Bild hat sogar einige Wohnungen von mir miterlebt und ich war ihm seiner überdrüssig. Abhängen kam aber auch nicht in Frage, das hat dieses Bild nicht verdient. Also da lieg ich nun, nach einer nicht durchgeschlafenen Nacht und blicke auf die Wand die sich vor mir erstreckt, ab und an blick ich aus dem Fenster, doch was ich dort sehe berührt mich nicht. Schon so viele Sonnenaufgänge hab ich gesehen und irgendwo gleicht der einem doch den anderen. Die Sonne altert halt nun einmal sehr langsam, nicht so wie wir. Während wir immer älter werden und unser Leben davon rennen sehen, ergötzt sie sich jeden Tag aufs Neue an uns und sagt: “Ich hab noch Millionen von Jahren vor mir! Aber, ihr, eure Zeit geht zu Ende und ihr werdet nichts anderes am Himmel sehen als mich!“ Ach wie sehr ich doch Wolken liebe.

Nun scheint die Sonne hoch am Himmel, es ist ein herrlicher Tag, ich denke mir, Junge steh auf und nutze ihn. Ich überleg mir was ich tun könnte, ein Haufen Zeug fällt mir ein, wie ich mein Leben an nur einem, diesem Tag zu etwas Wunderbarem machen könnte. Doch ich schaff es nur das Fenster zu schließen, damit der Lärm von draußen, der langsam wieder anschwillt, mich nicht stört, bei dem erholsamen Schlaf, den ich um diese Zeit dann doch immer finde. Von mir hört man dann nur den leichten regelmäßigen Atem, der mich am Leben erhält und der Staubfaden ist still.

Burn it, motherfucker burn!!!

Pressemeldung
Eingabe: 30.08.2008 – 10:10 Uhr
Brandanschlag auf Dienstgebäude der Polizei
Pankow
# 2598

Durch einen Brandsatz wurde heute früh die Fassade des Dienstgebäudes des Polizeiabschnitts 15 in Pankow beschädigt. Unbekannte Täter hatten gegen 3 Uhr 50 insgesamt zwei Brandsätze gegen das Gebäude in der Eberswalder Straße geworfen, wobei aber nur einer sich entzündete. Durch die Flammen wurden die Fassade und zwei unmittelbar an der Hauswand angeschlossene Fahrräder beschädigt. Das Feuer wurde von den Einsatzkräften des Polizeiabschnitts entdeckt und selbst gelöscht.
Verletzt wurde niemand. Zu den Tätern liegen keine Hinweise vor.
Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Mucke an und feiern:

und noch eine kleine Zugabe:

Wir sehen uns in Köln…

Selbstentlarvung

Bin heut über „phex“ auf dem Blog eines Mathias Bröckers gelandet, der dort die an ihm und seinem Werk der Film „unter falscher Flagge“ vorgebrachte Kritik, er hätte Bush mit Hitler verglichen und würde gern das Wort Auschwitz nicht mehr hören müssen, richtig stellt, dass er nur auf die früheren Geschäfte zwischen der Familie Bush und Hitler hingewiesen habe und er ins Nachdenken über die Leute kommt, die dreimal am Tag das Wort Auschwitz in den Mund nehmen.
Weiter kommt dann einer seiner Veranstaltungsbesucher mit dem üblichen Bla, Bla an, er verstähe nicht, wo denn der Film Antisemitisch sein soll, denn da kommt doch nicht mal das Wort Israel vor.

Dann folgen die Kommentare und an diesen wird doch wunderbar deutlich, wie begründet die von der Bad Weather – Antifaschistische Gruppe Hamburg vorgebrachten Punkte doch sind.
Die ersten beiden Kommentare beschäftigen sich noch mit den altbekannten Fantastereien, dass die Antifaschistische Aktion vom VS unterwander sei und dieser die Aufmerksamkeit des Protestpotentials in der Aktion ausschließlich auf die „Strassennazis“ lenkt und die Linke somit nicht mehr gegen den „neoliberalen internationalen Faschismus“ vorgeht.
Weiter ergreift dann einer Namens Demo48 das Wort, der sich erst mal darüber auslässt, wie beschränkt man denn sein muss, wenn man die ganzen Fakten zum 9/11 ignoriert. Aber sein abschließender, in bezug auf die in Richtung Verschwörungstheorien und Antisemitismus warnenden Gruppen, Satz zeigt schon das „Potential“ was in dieser Person ruht:

„sie müssen alles daransetzen und dafür sorgen, daß anderen die notwendigen Fakten nicht (doch noch) zur Kenntnis gelangen können. Sollte dies im Laufe der Zeit aber doch passieren, werden diese Propagandisten eines Tages einsehen müssen, daß man sie als Lügner und Betrüger erkennt und den Geschädigten ‚zum Fraß‘ vorwirft. Ein bißchen Gerechtigkeit sollte den Opfern und ihren Familien vielleicht doch noch widerfahren, wie ich finde“

Doch bevor Demo48 weiter fortfährt, greift vorerst Bruno zum Wort, der in seiner Wortwahl doch so klar wird, dass ich ihn für nen Fake der „antideutschen“ Seite halte. Nur mal zwei Zitate:

Sucht man nach denjenigen, die von 9/11 profitiert haben, führen Spuren leider oft in die gleiche Richtung. Beispiel: Larry Silverstein > Eisenberg > AIPAC > Israellobby.
(http://www.zeitenschrift.com/news/wtc_wahrheit.ihtml).

und

Es scheint mir sehr naiv zu sein, anzunehmen, dass in dieser Bewegung (gemeint ist die antifaschistische Szene, anmerkung von mir) kein Einfluss des Mossad existiert. Mich interessiert diese Szene wie gesagt nicht.
Jedoch halte ich den „Offenen“ Brief für ein absolut unmoralisches Produkt. 9/11 ist ein Schlüsselereignis dieses Jahrhunderts.
Ohne die mögliche Rolle des Landes Israel bei diesen Ereignissen und den Kriegen in Afghanistan und Irak (American Enterprise Institut) zu analysieren, wird es vermutlich nicht möglich sein die Gründe für diese Verbrechen zu finden.

Das kennt man ja alles.

Erst wirklich Spannend wirds als Demo48 erneut ausholt und anfängt über die „Überlebensmechanismen“ von Ethnien zu philosopheren:

Den einen gelang dies zum Teil dadurch, indem sie immer wieder rechtzeitig die Pferde vor ihre ohnehin ausgegrenzten Wohnwagen spannten und das Weite suchten, von der ansässigen Überzahl mit Schimpf und Schande verfolgt, aber stets darauf bedacht und handwerklich begabt, aus Wenigem das Meiste zu machen. Nur kein selbsterbautes Gefängnis für das eigene ICH und WIR akzeptieren.

Die anderen, der mir in diesem Zusammenhang einfallenden Ethnien, neigten hingegen verstärkt dazu, keine ‚Wohnwagen‘ in Bewegung setzen zu wollen, um der bestehenden, gar nicht so wohlwollenden Überzahl gegenüber bestehen zu können. Stattdessen paßte man sich elegant an die bestehenden, gesellschaftlichen Voraussetzungen an, besaß besser keine leicht erkennbaren ‚Wohnwagen‘, sondern mietete stattdessen lieber eine Wohnung, und hielt nur ‚im kleinen Kreise von Seinesgleichen‘ an althergebrachten Mythen fest. Dieses hatte immerhin schon ganze Generationen davor bewahrt, nicht doch noch an dieser (unfreundlichen) ‚Um-Welt‘ verzweifeln zu müssen und später vielleicht doch – als Ethnie – im ‚Teich der Geschichte‘ unterzugehen.

Wer sich in einer ohnehin ‚fremdverordnet‘ schwächeren Position befindet und diese auch nicht durch eine entsprechende Populationsstärke mit den im Ernstfall gegnerischen, die eigene Gruppe in deren Bestand reduzierenden oder gar vernichtenden Kräften aufzuwiegen vermag, für dessen stets latent empfundene Angst (=seelische Enge) und traditionell überlieferte Furcht (=negative Erfahrung) gilt nicht nur das menschliche „Not macht erfinderisch!“, sondern eben auch das Naturgesetz: „Jede Energie sucht sich (zunächst!) den Weg des geringsten Widerstandes!“ Man könnte es auch ‚menschlicher‘ beschreiben, z.B. als „geistreiches Sich-zunutze-machen gegnerischer Schwächen“. Und welche Gesellschaft gibt es definitiv, die keine (für andere) ‚nutzbaren‘ Schwächen hätte? – Mir ist bislang keine einzige ‚fugenfreie‘ Gesellschaft bekannt!

Aber das „der kleine Kreis, von Ihresgleichen“ nicht nur ihre „althergebrachten Mythen“feiert, sondern auch so einiges anrichten kann, nachdem sie die Fuge der Gesellschaft ausgemacht haben, wird im weiteren durch einen aufschreckenden Vergleich beschrieben:

Zu bedenken wäre dabei noch, daß jedes noch so winzige Virus bzw. jedes ebenso wenig augenscheinliches Bakterium eine Chance haben, einen auch noch so starken ‚Kerl‘ aus seinem Leben zu reißen. Und was die vermeintlich stärkeren ‚Massen‘ betrifft: man denke nur an Yersinia pestis und die 20-25 Millionen von Pesttoten in Europa um 1394! Von wegen, daß „Der Stärkere (zwangsläufig) siegt!“ Auch so eine gezielte Volksverdummung von einst gewählten Volksvertretern.

Aber dann ist Schluss mit den Metaphern und ein Weltbild offenbart sich, wie es mir so noch nicht untergekommen ist:

Kein Zweifel, der sogenannte »Anti-Semitismus« kann nicht mehr als Ergebnis menschlicher Intelligenz gewertet werden. Und schon gar nicht als ‚Medikament‘ gegen bestimmte Ethnien, die immerhin – größtenteils und über Jahrtausende hinweg – der Darwin’schen Erkenntnis folgen mußten, nämlich „Survival by the fittest!“ oder übersetzt: „Überleben durch Anpassung!“

Wer diese generationsübergreifende ‚Anpassung‘ schon mit der Muttermilch eingesogen hat, ganz nach der psychologischen Erkenntnis, daß in der Erziehung „Eltern ihre Ängste unbewußt auf ihren Nachwuchs übertragen“, den kann diese Form ‚leicht erhöhten Fiebers‘ – den »Antisemitismus« – allenfalls dazu inspirieren, aus latenter Not heraus nur noch erfinderischer zu werden.

Also halte ich jede Art der Diskriminierung – generell und egal durch wen und wem gegenüber – für eher kontraproduktiv zu dem, was damit beabsichtigt und/oder (vielleicht) verhindert werden könnte. Er taugt m.E.n. allenfalls noch dazu, um ohnehin weniger strukturierte Gemüter irrtümlich zu begeistern. Aber, sind wir denn und nach all unserer geschichtlichen Erfahrung wirklich noch so dumm und naiv, wie es die ‚Antisemiten‘ scheinbar gerne auch heute wieder hätten? (Pardon!)

Überspitzt: Also Leute, schluss mit den Progromen, sonst wird das Weltjudentum nur stärker! Wir müssen weiter Forschen, um ein wirksames Medikament gegen den Virus „Judentum“ zu entwickeln, ansonsten sind wir dem Untergang geweiht!

Ey, wenn so einer wie Demo48 auf meinem Blog seinen Müll hinterlassen würde, käme der sofort auf die Blacklist. Und auch all die Anderen, die da ihre pseudoaufklärerischen Gedanken verbreiten.

Und es ist richtig wie die Leute von der Bad Weather – Antifaschistische Gruppe Hamburg agiert haben. Sobald sogenannte Journalisten wie Mathias Bröcker mit ihren Forschungen und Aussagen in den öffentlichen Raum treten, sollte man ihnen da Barrieren in den Weg bauen, wo es nur möglich ist. Das ist auch keine versuchte Zensur, denn Bröckers Thesen, die ja auch schon alle mal in anderen Filmen und Bücher vorgebracht wurden, wird ja genug Platz geboten. Aber es ist doch schön, wenn diese Thesen auch mal auf Widerstand stoßen, deshalb ein dickes danke schön an Bad Weather!!!

Herr Bundesstaatsanwalt übernehmen sie

Was musste ich da heut wieder im berliner Polizeiticker lesen:

Luft aus Reifen gelassen
Friedrichshain-Kreuzberg
# 1908

An drei in Friedrichshain geparkten Fahrzeugen haben Unbekannte in der vergangenen Nacht die Luft aus den Reifen gelassen.
In der Kadiner Straße stelle eine 40-Jährige gegen 23 Uhr fest, das Unbekannte die Luft aus den Pneus ihres dort abgestellten „Mercedes“ gelassen hatten. Gegen 23 Uhr 30 entdeckte ein 43-jähriger Inhaber eines „VW T 4“, dass auch an seinem Fahrzeug zwei Reifen platt waren. Der Kleinbus stand in der Haase- Ecke Simplonstraße. Ein 43-jähriger Mann hat gegen 5 Uhr 30 an einem Mietwagen der Marke „Mercedes“, den er in der Marschlewskistraße geparkt hatte, ebenfalls platte Reifen festgestellt. Die alarmierten Polizisten konnten an den Rädern keine Beschädigungen erkennen. An den drei Fahrzeugen wurden Bekennerschreiben gefunden, in denen sich die Verfasser gegen einen Aufwertungs- und Verdrängungsprozess des Kiezes aussprechen.
Die Polizei nahm Anzeigen wegen Sachbeschädigung auf. Der polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt ermittelt.

Na, wenn hier nicht mal wieder Terroristen am werkeln waren.