Archiv für Januar 2010

Polizei Kassel in der Tradition der Brüder Grimm

Heute wurde die Kriminalstatistik 2009 für Nordhessen ins Netz gestellt. Der Bereich „Politisch motivierte Kriminalität“ ist hierbei mal wieder ein Glanzstück deutscher Märchenstunde.

Wir fangen an mit ein paar Fakten:

258 Delikte, hinter denen die Ermittler der nordhessischen Polizei eine politische Motivation oder einen ausländerfeindlichen Hintergrund feststellen konnten, wurden im vergangenen Jahr nordhessenweit von der Polizei oder von Bürgern zur Anzeige gebracht. Im Jahr 2008 waren es noch 209 Delikte. Genau 86 Fälle wurden in 2009 geklärt (33,3%).

Wir erkennen hier einen deutlichen Anstieg der Straftaten. Doch leider liegt das nicht daran, dass die „linken“ hier in Kassel mal ihren Arsch hochkriegen und Aktion machen, nein der Anstieg ist leider durch eine andere Region und durchs andere politische Lager zu erklären. Lassen wir die Bullen dazu sprechen:

Auf die PMK Rechts entfielen 179, auf die PMK Links 34 und auf die PMK Ausländer 8 Straftaten. Von den gesamten Taten blieben 37 ohne Zuordnung der Richtung. Diese Steigerung der PMK-Zahlen gegenüber dem Vorjahr ist zum einen auf die zunehmende Sensibilisierung der Bevölkerung und zu einem anderen Teil auf die Aktivitäten und die intensive polizeiliche Verfolgung der strafrechtlich relevanten Handlungen der sogenannten Freien Kräfte Schwalm-Eder (FKSE) im Bereich der zum PP Nordhessen gehörenden Polizeidirektion Schwalm-Eder zurückzuführen.(…)Von den insgesamt 258 registrierten Straftaten entfielen auf Stadt und Landkreis Kassel 87 (Vorjahr 96) Taten, auf den Schwalm-Eder-Kreis 112 (Vorjahr 67), auf den Landkreis Waldeck-Frankenberg 40 (30) und den Werra-Meißner-Kreis 19 (16).

Was will man uns damit sagen. Erstmal eines der besten Erklärungen für die Steigerung der Kriminalität, ist neben angereisten Straftätern, immer die ansteigende Bereitschaft der Bevölkerung Straftaten zur Anzeige zu bringen. Diesen Satz findet man quasi jedes Jahr wieder in allen diesen Statistiken. Viel spannender ist doch die Offenbarung der Bullen tatsächlich mal hinter den Rechten hinterher zu ermitteln und deren Straftaten aufzudecken. Folglich hat es die Straftatendichte der Rechten schon immer gegeben, doch die zuständigen Behörden fühlen sich mal wirklich zuständig. Doch wie kam es zu diesem Sinneswandel, dazu wieder aus der Statistik:

Lediglich 10 der insgesamt 258 erfassten Delikte waren sogenannte Gewaltdelikte, überwiegend Körperverletzungen.

10 Gewaltdelikte zählen wir, dazu noch eine kleine, unvollständige Chronik des Jahres 2009:

- 06 Oktober 2009:Erneut haben Neonazis im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis Andersdenkende attackiert. Vor einer Kneipe in Schwalmstadt-Treysa, die als Treffpunkt von Linken bekannt ist, wurden der 38-jährige Wirt und zwei Gäste zusammengeschlagen. Der Vorfall ereignete sich bereits am 27. September, wurde von der Polizei aber erst jetzt auf Anfrage der Frankfurter Rundschau mitgeteilt. ( http://npd-blog.info/2009/10/06/erneut-neonazi-attacke-im-schwalm-eder-kreis/ )
- 03.11.09: Borken-Arnsbach (ots/rd) – In der Nacht zum Samstag sind in Borken-Arnsbach zwei 19-Jährige von Neonazis geschlagen und getreten worden. Der Angriff habe vor dem Dorfgemeinschaftshaus stattgefunden, wo eine Kirmesveranstaltung lief, teilte die Polizei am Montag mit.

Der Angriff erfolgte nach Angaben der beiden Opfer unvermittelt und aus einer Gruppe von fünf bis acht Personen heraus. Sie seien auch als sie bereits auf dem Boden lagen noch getreten worden, sagten die Angegriffenen der Polizei. ( http://www.nordhessische.de/news.php?id=1274&c=16&h=schwalm-eder )

- 08.11.09: Neonazis verletzen Polizeibeamten schwer – drei Festnahmen

Schwalmstadt-Dittershausen (ots) – In der Nacht zu Sonntag wurden in Schwalmstadt-Dittershausen drei Polizeibeamte während eines Einsatzes wegen Schlägereien zwischen Kirmesbesuchern verletzt, einer von ihnen schwer. Zwei Verdächtige wurden festgenommen. Sie gehören laut Polizei der Neonazi-Gruppe „Freie Kräfte Schwalm-Eder“ an. ( http://www.nordhessische.de/news.php?id=1289&c=16&h=schwalm-eder )

- 15.11.09: Erneuter Zwischenfall in Treysa

Am Freitagabend war es im Zuge der Überwachungsmaßnahmen in Treysa nach Polizeiangaben zu einer Widerstandshandlung durch einen 21-jährigen Aktivisten der FKSE gegen Polizeibeamte gekommen. Der 21-jährige wollte das durch einen Veranstalter ausgesprochene Hausverbot nicht akzeptieren. Als die anwesenden Polizeibeamten ihm einen Platzverweis erteilten, beleidigte er diese und griff sie tätlich an.
( http://www.nordhessische.de/news.php?id=1307&c=16&h=schwalm-eder )

Wir sehen im September musste man noch Nachfragen, ob es denn irgendwo gewalttätige Übergriffe durch Rechte gab (rechte Musikveranstaltungen wurden auch versucht unter den Teppich zu kehren
( http://www.nordhessische.de/news.php?id=1036&c=16&h=schwalm-eder ), aber wie das leider so mit den Problemkindern der Rechten ist, die suchen einfach nach Aufmerksamkeit, auch wenn sie dafür einen Bullen ins Krankenhaus prügeln müssen. Tja, da bleibt den Kollegen halt nichts anderes übrig, als diesen dann doch mal ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken:

- 15.11.09: Homberg (ots/rd) – Nachdem Neonazi-Aktivisten der „Freien Kräfte Schwalm-Eder“ (FKSE) an zwei aufeinander folgenden Wochenenden auf öffentlichen Veranstaltungen durch aggressives Verhalten und Gewalttaten gegen Veranstaltungsbesucher auffällig geworden waren, wurden am Wochenende kreisweit alle bekannten öffentlichen Veranstaltungen durch die Polizei überwacht. Parallel dazu seien Aktivisten der FKSE aufgesucht worden, teilte die Polizei mit. Es seien so genannte Gefährderansprachen geführt sowie die jeweiligen Aktivitäten dieser Personen durch Polizeikräfte weitestgehend begleitet worden. ( http://www.nordhessische.de/news.php?id=1307&c=16&h=schwalm-eder )

- 22 November 2009: Bei Hausdurchsuchungen bei Mitgliedern der so genannten „Freien Kräfte Schwalm-Eder“ in Nordhessen hat die Polizei hat am Dienstag u.a. Baseballschläger, indizierte Musik-CDs, Propagandamaterial und diverse Fahnen beschlagnahmt. ( http://npd-blog.info/2009/11/22/razzien-neonazis-hessen32229/ )

Wir sehen im Schwalm-Eder-Kreis gibt es eine Problemgruppe. Dieser wird dann innerhalb der Kriminalstatistik noch mal ein Abschnitt über die Entwicklung und die polizeiliche Strategie gewidmet. So erfahren wir vorerst:

Die Steigerung der Fallzahlen bei der politisch motivierten Kriminalität im Berichtsjahr im Schwalm-Eder-Kreis ist nahezu ausschließlich auf die Aktivitäten der FKSE zurückzuführen. Zu den FKSE werden derzeit etwa 30 Rechtsextremisten gerechnet. Seit Mai 2008 begingen Angehörige der FKSE, neben häufigen Klebe- und Sprühaktionen, auch Straftaten von besonderer Bedeutung, die in Qualität und Verwerflichkeit stetig zunahmen. Zu nennen sind insbesondere der Überfall auf Gäste eines Jugendclubs in Todenhausen, der vereitelter Angriff auf eine Demonstration in Schwalmstadt sowie der Angriff auf ein 13-jähriges, schlafendes Mädchen in einem Zeltlager am Neuenhainer See bereits im Jahr 2008. In Folge von Täterfestnahmen und Wohnungsdurchsuchungen im Juli 2008 aus Anlass der genannten Straftaten, ließen die Aktivitäten der FKSE zunächst stark nach.

Also, wir hatten eine Problemgruppe, die es bis zum versuchten Mord gebracht hat, doch die Polizei brachte dank Hausdurchsuchungen und Festnahmen erst mal wieder Ordnung und Sicherheit in die Region. Doch was kommt dann?

Ende des Jahres 2008 mehrten sich Übergriffe von Aktivisten der Antifa auf Rechtsextremisten sowie deren Umfeld. Im Verlauf des Jahres 2009 wurde daraufhin ein erneuter Anstieg von Straftaten registriert, die durch Rechtsextremisten begangen wurden.

Tja, da musste die böse Antifa wieder provozieren und unsere verhaltensauffälligen Jugendlichen schlagen wieder zu.
Wie kommt man nun zu einem happy end für unser Märchen? Wir lesen weiter:

Die dabei schwerwiegendsten Delikte, bei denen auch Polizeibeamte, in einem Falle schwer, verletzt wurden. waren Körperverletzungen zum Nachteil von Besuchern einer Gaststätte in Treysa, von Kirmesbesuchern in Borken-Arnsbach und Schwalmstadt-Dittershausen. Um diesem Kriminalitätsphänomen effektiv und nachhaltig zu begegnen, wurde bereits im November 2008 eine Besondere Aufbauorganisation (BAO) mit der Arbeitsbezeichnung „BAO Mitte“ bei der Polizeidirektion Schwalm-Eder eingerichtet. Wobei der Name zugleich sozusagen Ausdruck des Programms ist und das Ziel der polizeilichen Intervention zum Ausdruck bringt, diese Gruppierung möglichst wieder in die Mitte der Gesellschaft zurück zu holen.

Also, unsere Problemkinder kriegen die von ihnen geforderte Aufmerksamkeit in Form „BOA Mitte“. Diese macht sich ihren Namen zum Programm, will diese also Aufbauen und dann in „unsere Mitte der Gesellschaft zurückholen.“ Gesinnung müssen sie dafür nicht ablegen, sondern einfach nur die Verhaltensauffälligkeiten in den Griff bekommen. Man kann den Freien Kräften Schwalm Eder da nur raten, geht zur Polizei, da können sie dann weiter ab und an Linke verprügeln, Obdachlose und „Ausländer“ schikanieren und kriegen dafür Lohn, Anerkennung und ne halbwegs dicke Rente.

morgens halbzehn in doofland

ich bei tonollo

wollte doch nur wissen wo ich die jungle world finde – bin dann mit nem missy magazine nach haus – prima häkeltips gibs da drin

Sklaverei = die helfende Hand Gottes

Eigentlich nix neues, auch nicht dass die USA im Packt mit dem Teufel stehen:

Visit msnbc.com for breaking news, world news, and news about the economy

Also ich steh da Seit an Seit mit dem Teufel (und nicht nur in dem Fall)