Archiv für Mai 2008

Kirmestekkno! (mit Torsun & Konsorten)

Hammer! Wie der von mir mächtig geschätzte Torsun verlauten lässt gibts in Berlin demnächst ein richtig gutes Konzert das keiner verpassen sollte. Hoffe ich schaffe es da hin… ich kenne mich ja… und Berlin ist nun auch nicht grade um die Ecke.

Egal! Beim Stöbern auf youtube fand ich dann noch diese schöne Ballade die ich auch gern mal live hören würde ;)

via: torsun

Ein Urlaub mit der Linken

Mal wieder Lust auf eine Reise? Mit Spiel, Spaß, Spannung und Sozialismus? Tja, wo könnte es da wohl Heute noch hingehen? Cuba? Ach nee, Fidel ist matsch und alle nehmen Dollar! Nordkorea? Besser nicht. Alles voller Atombomben und dann dieser Irre mit der Betonfrisur. Und Hummer gibt es da auch nicht. China ist ja auch grade nicht so angesagt. Wegen der Sache mit dem Schmunzelmoster. Und Nicaragua ist auch nicht mehr das was es mal war.

Die Linke wäre aber nicht die Linke und der SDS schon gar nicht der SDS. – Nein das ist sachlich falsch! – Der SDS. Ist einfach nicht der SDS. Aber zurück zum Thema ;): Die Linke währe einfach nicht die Linke hätte sie nicht für alle Probleme unserer Zeit eine Lösung. Und so findet sie in Hugo Chavez, dem lustigen indigenen Zausel im Wollpullover, den Sozialisten des 21. Jahrhunderts. Klar das der nette Onkel Hugo sofort Besuch vom SDS bekommt. Und weil der Sozialismus des 21. Jahrhunderts sich nicht in lahmen Parteipostillen abspielt gibts natürlich ein Blog zur Reise. Vielleicht müsste man auch einfach leider sagen?

Mensch sollte eine Reise immer mit einem klaren Ziel vor Augen planen:

„Ziel war es, dem negativem Bild, welches die bürgerlichen Medien in Deutschland von Venezuela zeichnen, unseres entgegen zu setzen (…) Die Regierung der bolivarianischen Republiken Venezuela sieht in unserem Projekt die Chance auf eine längere, konstruktive Zusammenarbeit und unterstützt demnach unsere Reise sehr großzügig.“

Hoffentlich gibt es nun eine nette Begrüßung?

„wo wir einerseits noch venezolanische und deutsche Genossinnen und Genossen trafen (…) andererseits von einigen Leuten vom venezolanischen Außenministerium begrüßt wurden.“


Klingt ja nach was! Nun muss nur noch das schnell das eigene Reiseprogramm beim Außenministerium durchgesetzt werden:

„Doch können wir unsere Vorstellungen vom Programm und den Inhalten,die wir uns vorgestellt hatten, durchsetzen und das Außenministerium hat Verständnis dafür, dass wir uns auch die Widersprüche und Probleme des Prozesses anschauen wollen.“


Klasse! Soviel zur Frage nach der Objektivität. Hoffentlich ist die Unterkunft auch PC?

„Dieses Hotel im September 2007 eröffnete Hotel war früher das Hilton Caracas, welches von der Regierung verstaatlicht wurde und nun dem Aufbau eines „sozialistischen Tourismus“ dienen soll. Im Jahre 2006 hat dieses Hotel 21 Millionen Dollar erwirtschaftet, aber nicht einmal 20% davon gingen an die Regierung. Dies wird sich nun ändern, denn mit der Verstaatlichung kann die Regierung den vollen Gewinn für die weitere Arbeit am bolivarianischen Prozess nutzen. Die Delegationsreise kann das Hotel zum Glück kostenlos nutzen und auch sonst lässt uns die bolivarianische Regierung sehr viel Unterstützung zukommen.“


Einfach nur schön, sicher auch mit Hotelbar und allem kapitalistischem Komfort. Die „bolivarianische“ Regierung ist echt nett. Dann wollen wir doch mal schauen was uns außerhalb des Hotels so geboten wird:

„In der ersten Woche werden wir uns vor allem in Caracas auf offizielleren Pfaden bewegen, wohingegen in den zwei darauf folgenden Wochen eher der Bewegungscharakter der Revolution auf dem Programm steht, dann überwiegend außerhalb von Caracas. Morgen wird es erstmal ins Außenministerium gehen, um mit Vertretern der PCV, der kommunistischen Partei Venezuelas, zu diskutieren.“


Wow! Nun bin ich aber mal gespannt wie so eine Veranstaltung aussieht. Besuchen wir doch einfach: „Den Massenmedien ein Bollwerk der Basismedien entgegensetzen“. Den Kongress für alternative Medien in der „Asamblea Nacional“:

„Dort findet heute ein Kongress der alternativen Medien statt. Für deutsche Verhältnisse unvorstellbar, dass vom deutschen Bundestag die Möglichkeit geschaffen wird, alternative Berichterstattung einen Raum für einen gemeinsamen Austausch zur Verfügung zu stellen.“


Das wüsste ich nun auch gern. Warum sollten sie so etwas tun?

„ZU den am häufigstens erwähnten Punkten gehört, die Wichtigkeit einer objektiven und zur oppositionellen Presse alternativen Berichterstattung. Es wird betont, dass die privaten Medien in Venezuela (fast) ausschließlich der Opposition angehören. Dementprechend klagen die Vertreter der alternativen Medien die manipulative und falsche Berichterstattung an, die bei der privaten Presse einer blinden Hetze gegen die Regierung Chavez gleichkommt.“


Das erklärt dann einiges. Hier habe ich kurz meine Rundreise mit dem SDS und dem Außenministerium beendet und habe ein Internet Cafe besucht. Dort fand ich einige Interessante Informationen zu Chavez Medienpolitik. Na, ich bin ziemlich sicher das der kritische SDS das in die Diskussion einfliessen lassen wird. Ihr etwa nicht?

„Der Einwurf unsererseits, dass kommunale Berichterstattung die Interessen der Zuhörer weniger berücksichtigt und daher evtl. nicht als Informationsquelle wahrgenommen werden könnte, wurde nur z.T. als Problematik erkannt.“


Danke für diesen großartigen und kritischen Beitrag! Hauptsache die Stimmung ist gut, oder?

„Begleitet werden die Reden immer wieder von Rufen wie „Patria, Socialismo o Muerte“ oder auch „Viva la revolution bolivariana“. Die Stimmung ist dementsprechend mitreisend und ausgelassen.“


Amen!

Kauf mich! Ich bin ein gutes Produkt!

Richtig kotzen könnte ich ja grade bei der neuen Body Shop Werbung. Ok! Ich lebe in Zeiten in denen Bier trinken den Regenwald rettet, Bonbons voller Vitamine stecken und Autos plötzlich an die Umwelt denken. Aber das plötzlich schon Lipgloss ein politisches Statement ist, daran muss ich mich wohl erst langsam gewöhnen. Daran das gegen AIDS sein plötzlich politisch ist wohl auch.